Endlose Weite: Ein Land, viermal so groß wie Deutschland und mit der Einwohnerzahl von Berlin. 2015 verschlug es mich für 19 Tage in die Mongolei, das Land der unendlichen Weite, der Taiga, der Steppe und der Wüste Gobi. All dies und mehr wollte ich sehen und war enorm aufgeregt wie es sein wird in einer Jurte zu schlafen.


Die Ankunft

Mein Flug führte von Frankfurt nach Istanbul, weiter nach Bishkek (Kirgistan) und schließlich nach Ulan Bator, die Hauptstadt der Mongolei. Im Flughafengebäude von Ulan Bator staunte ich nicht schlecht, als ich bei der Ankunft genau auf eine Fluke Wärmebildkamera zulief. Seit 2010 arbeite ich bei Fluke und finde es super, dass die Mongolen Qualität schätzen. ;-) So war dies meine erste Handyaufnahme auf meiner 3-wöchigen Expeditionsreise durch die Mongolei.

Die Jurten (Gers)

Die Jurten (Gers) waren auf dieser Reise mein Hotel. In den 19 Reisetagen übernachteten wir 16 Mal in Jurten (Gers) und es war toll. Manchmal war es allerdings etwas frisch und man hatte das Gefühl im Freien zu schlafen, wenn es stürmte. Die Einzelbetten waren im Kreis entlang der Außenwand aufgestellt, meist waren es drei Einzelbetten pro Ger.


Kurz über die Jurten (Gers):

Das deutsche Wort Jurte stammt aus dem türkischen jurt, was soviel wie Zelt, Lagerplatz, Land, Heimat oder Wohnort bedeutet. Die Jurte ist die übliche Unterkunft nomadisierender Völker, sie ist gleichzeitig Haus und Heimat. Im Mongolischen heißt Jurte Ger. Es ist anzunehmen, dass die Jurte auf eine über 2000jährige Entwicklungsgeschichte zurückblickt. Sie ist nicht nur die traditionelle Behausung der Mongolen, sondern auch der nomadisch lebenden Völker in Mittelasien, Südsibirien und nördlich der Großen Mauer.


Der Obertongesang

Eines Abends nach dem Abendessen im Camp, überraschte uns eine Studentengruppe, traditionell gekleidet und brachte uns gesanglich zum Staunen.


Den Gesang nennt man Obertongesang. Durch die veränderte Stellung des Rachens und der Mundhöhle können beim Singen eines Grundtones einzelne Obertöne verstärkt werden. Diese Vokalpraxis ist u.a. vor allem in Sibirien, bei den Tuva, in der Mongolei als chömij (wörtl. „Kehle“) und in tibetischen Schamanengesängen bekannt. Obertonsingen wurde traditioneller Weise beim Wiegen von Kindern, beim Hüten der Herden oder bei der Jagd von Rentieren verwendet.


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